Mittwoch, 27. Mai 2009

25.5.09 Charta von Venedig / 1964

26.5.09 Charta v. Venedig / Herr Dipl.-Ing. Elbert war der erste Präsident des Centro in San Servolo
und ist heute der Wissenschaftspräsident der Stiftung.


Es gibt drei Typen : Charten / Konventionen/Erklärungen sind in der langen Geschichte des Denkmalschutzes als Papiere immer schon verfasst worden. Die „schwachen“ Erklärungen werden von den persönlich anwesendenden Mitglieder am Ende der div. Veranstaltungen schriftlich verfasst und binden nur die anwesenden Mitglieder. Die Charten werden ebenfalls am Ende einer Veranstaltung mit bindender Verpflichtung nur der anwesenden Mitglieder schriftlicher abgefasst. Die Fachleute aus den verschiedenen Ministerien beschliessen bindend für die teilnehmenden Staaten die Charten und ähnelt einem „Gentlemen Aggrement“ und haben keine gesetzes Kraft.
Konventionen sind auf interstaatlicher Ebene die höchsten Vereinbarungen die erreicht werden können. Des geschieht in Textentwürfen die in den einzelen Ländern quasi endlos beraten werden und die dann einheitlich allen Ländern an einem Ort zur Unterschrift vorgelegt wird. Unterschrieben wird meist auf Ministerebene. Jede Konvention hat vor der „Inkrafttretung“ eine minimale Anzahl von Unterschriften zu haben. Sodann sind „alle“ Mitgliedsländer verpflichtet die nationale Gesetzgebung an die Konvention anzupassen.
Ein Beispiel über den Schutz von Kulturgütern im Kriegsfall ist die „Haager Konvention“.
Rechteckiges Quadrat mit Dreieck unten und diagonale blau-weise Färbung als Zeichen aussen angebracht. Bomberbesatzungen werden sich im Kriegsfall eher nicht danach richten...


Zusammenfassung der Charta v. Venedig

a - Fachleute für Fachleute
b - Einzeldenkmal und Ensemble (d. Denkmalbereiches)
c - alle Wissenschaften und Techniken
d - Erhaltung des Kunstwerkes und des geschichtlichen Zeugnisses (mit Patina)
e - dauernde Pflege, nützliche Funktion
f - Rahmen und Umgebung
g - Restaurierung ist die Ausnahme
h - Grenzen, Dokumente, Stempel unserer Zeit
i - Traditionelle und moderne Technik
j - Stileinheit ist kein Ziel, neue Elemente müssen sich unterscheiden
k - Dokumentation

Weitere Webseite über Denkmalschutzdok.
WWW. COE.int.

REP 1638/2008
http://assembly.coe.int/Mainf.asp?link=/Documents/AdoptedText/ta08/ERES1638.htm

REP 1851/2008
http://assembly.coe.int/Mainf.asp?link=/Documents/AdoptedText/ta08/EREC1851.htm

Es gibt neben dem von EU/Europarat in Thiene (Centro Europeo per I Mestieri del Patrimonio) ausgestatten Zentrum noch Zentren in London, Paris und Rumänien.

Denkmalschutz-Expertenkomitee des Europarates
CDPATEP für Landschaftsschutz
http://www.coe.int/t/dg4/cultureheritage/About/governance/CDPATEP_en.asp



Zusammenfassung der
Europäische Denkmalschutz-Charta
von 1975

A - Politker an Bürger
B - „Erhaltende Erneuerung“
C - Einzeldenkmal und Ensemble
D - Erbe – Vergangenheit – Rahmen für die Entwicklung des Menschen – soz. Kapital
E - Gefahr und Abwehr
F - Einsatz rechtlicher, adminstrativer, finanzieller, technischer Mittel
G - Ausbildung und Beschäftigung (→ Geburtsstunde des Centro Europeo Restauro)
H - Generationsverantwortung
I – gemeinsame Lösungen in allen Ländern Europas



Internationale Charta über die Konservierung und Restaurierung von Denkmälern und Ensembles (Denkmalbereiche)

Charta von Venedig

Definitionen

Artikel 1
Artikel 2
Zielsetzung
Artikel 3
Erhaltung
Artikel 4
Artikel 5
Artikel 6
Artikel 7
Artikel 8
Restaurierung
Artikel 9
Artikel 10
Artikel 11
Artikel 12
Artikel 13
Denkmalbereiche
Artikel 14
Ausgrabungen
Artikel 15
Dokumentation und Publikation
Artikel 16






Aufgestellt 1964 - Deutsche Übersetzung 1989 auf der Grundlage des französischen und englischen Originaltextes und vorhandener deutscher Fassungen durch: Ernst Bacher (Präsident des ICOMOS Nationalkomitees Österreich), Ludwig Deiters (Präsident des ICOMOS Nationalkomitees Deutsche Demokratische Republik), Michael Petzet (Präsident des ICOMOS Nationalkomitees Bundesrepublik Deutschland) und Alfred Wyss (Vizepräsident des ICOMOS Nationalkomitees Schweiz)



Als lebendige Zeugnisse jahrhundertealter Traditionen der Völker vermitteln die Denkmäler in der Gegenwart eine geistige Botschaft der Vergangenheit. Die Menschheit, die sich der universellen Geltung menschlicher Werte mehr und mehr bewußt wird, sieht in den Denkmälern ein gemeinsames Erbe und fühlt sich kommenden Generationen gegenüber für ihre Bewahrung gemeinsam verantwortlich. Sie hat die Verpflichtung, ihnen die Denkmäler im ganzen Reichtum ihrer Authentizität weiterzugeben.

Es ist daher wesentlich, daß die Grundsätze, die für die Konservierung und Restaurierung der Denkmäler maßgebend sein sollen, gemeinsam erarbeitet und auf internationaler Ebene formuliert werden, wobei jedes Land für die Anwendung im Rahmen seiner Kultur und seiner Tradition verantwortlich ist.

Indem sie diesen Grundprinzipien eine erste Form gab, hat die Charta von Athen von 1931 zur Entwicklung einer breiten internationalen Bewegung beigetragen, die insbesondere in nationalen Dokumenten, in den Aktivitäten von ICOM und UNESCO und in der Gründung des „Internationalen Studienzentrums für die Erhaltung und Restaurierung der Kulturgüter" Gestalt angenommen hat. Wachsendes Bewußtsein und kritische Haltung haben sich immer komplexeren und differenzierteren Problemen zugewandt; so scheint es an der Zeit, die Prinzipien jener Charta zu überprüfen, um sie zu vertiefen und in einem neuen Dokument auf eine breitere Basis zu stellen.

Daher hat der vom 25. - 31. Mai 1964 in Venedig versammelte II. Internationale Kongreß der Architekten und Techniker der Denkmalpflege den folgenden Text gebilligt:

Definitionen

Artikel 1

Der Denkmalbegriff umfaßt sowohl das einzelne Denkmal als auch das städtische oder ländliche Ensemble (Denkmalbereich), das von einer ihm eigentümlichen Kultur, einer bezeichnenden Entwicklung oder einem historischen Ereignis Zeugnis ablegt. Er bezieht sich nicht nur auf große künstlerische Schöpfungen, sondern auch auf bescheidene Werke, die im Lauf der Zeit eine kulturelle Bedeutung bekommen haben.


Artikel 2

Konservierung und Restaurierung der Denkmäler bilden eine Disziplin, welche sich aller Wissenschaften und Techniken bedient, die zur Erforschung und Erhaltung des kulturellen Erbes beitragen können.


Zielsetzung

Artikel 3

Ziel der Konservierung und Restaurierung von Denkmälern ist ebenso die Erhaltung des Kunstwerks wie die Bewahrung des geschichtlichen Zeugnisses.


Erhaltung

Artikel 4

Die Erhaltung der Denkmäler erfordert zunächst ihre dauernde Pflege.


Artikel 5

Die Erhaltung der Denkmäler wird immer begünstigt durch eine der Gesellschaft nützliche Funktion. Ein solcher Gebrauch ist daher wünschenswert, darf aber Struktur und Gestalt der Denkmäler nicht verändern. Nur innerhalb dieser Grenzen können durch die Entwicklung gesellschaftlicher Ansprüche und durch Nutzungsänderungen bedingte Eingriffe geplant und bewilligt werden.


Artikel 6

Zur Erhaltung eines Denkmals gehört die Bewahrung eines seinem Maßstab entsprechenden Rahmens. Wenn die überlieferte Umgebung noch vorhanden ist, muß sie erhalten werden und es verbietet sich jede neue Baumaßnahme, jede Zerstörung, jede Umgestaltung, die das Zusammenwirken von Bauvolumen und Farbigkeit verändern könnte.


Artikel 7

Das Denkmal ist untrennbar mit der Geschichte verbunden, von der es Zeugnis ablegt, sowie mit der Umgebung, zu der es gehört. Demzufolge kann eine Translozierung des ganzen Denkmals oder eines Teiles nur dann geduldet werden, wenn dies zu seinem Schutz unbedingt erforderlich ist oder bedeutende nationale oder internationale Interessen dies rechtfertigen.


Artikel 8

Werke der Bildhauerei, der Malerei oder der dekorativen Ausstattung, die integraler Bestandteil eines Denkmals sind, dürfen von ihm nicht getrennt werden; es sei denn, diese Maßnahme ist die einzige Möglichkeit, deren Erhaltung zu sichern.


Restaurierung

Artikel 9

Die Restaurierung ist eine Maßnahme, die Ausnahmecharakter behalten sollte. Ihr Ziel ist es, die ästhetischen und historischen Werte des Denkmals zu bewahren und zu erschließen. Sie gründet sich auf die Respektierung des überlieferten Bestandes und auf authentische Dokumente. Sie findet dort ihre Grenze, wo die Hypothese beginnt. Wenn es aus ästhetischen oder technischen Gründen notwendig ist, etwas wiederherzustellen, von dem man nicht weiß, wie es ausgesehen hat, wird sich das ergänzende Werk von der bestehenden Komposition abheben und den Stempel unserer Zeit tragen. Zu einer Restaurierung gehören vorbereitende und begleitende archäologische, kunst­und geschichtswissenschaftliche Untersuchungen.


Artikel 10

Wenn sich die traditionellen Techniken als unzureichend erweisen, können zur Sicherung eines Denkmals alle modernen Konservierungs und Konstruktionstechniken herangezogen werden, deren Wirksamkeit wissenschaftlich nachgewiesen und durch praktische Erfahrung erprobt ist.


Artikel 11

Die Beiträge aller Epochen zu einem Denkmal müssen respektiert werden: Stileinheit ist kein Restaurierungsziel. Wenn ein Werkverschiedene sich überlagernde Zustände aufweist, ist eine Aufdeckung verdeckter Zustände nur dann gerechtfertigt, wenn das zu Entfernende von geringer Bedeutung ist, wenn der aufzudeckende Bestand von hervorragendem historischen, wissenschaftlichen oder ästhetischen Wert ist und wenn sein Erhaltungszustand die Maßnahme rechtfertigt. Das Urteil über den Wert der zur Diskussion stehenden Zustände und die Entscheidung darüber, was beseitigt werden darf, dürfen nicht allein von dem für das Projekt Verantwortlichen abhängen.


Artikel 12

Die Elemente, welche fehlende Teile ersetzen sollen, müssen sich dem Ganzen harmonisch einfügen und vom Originalbestand unterscheidbar sein, damit die Restaurierung den Wert des Denkmals als Kunst und Geschichtsdokument nicht verfälscht.


Artikel 13

Hinzufügungen können nur geduldet werden, soweit sie alle interessanten Teile des Denkmals, seinen überlieferten Rahmen, die Ausgewogenheit seiner Komposition und sein Verhältnis zur Umgebung respektieren.


Denkmalbereiche

Artikel 14

Denkmalbereiche müssen Gegenstand besonderer Sorge sein, um ihre Integrität zu bewahren und zu sichern, daß sie saniert und in angemessener Weise präsentiert werden. Die Erhaltungs und Restaurierungsarbeiten sind so durchzuführen, daß sie eine sinngemäße Anwendung der Grundsätze der vorstehenden Artikel darstellen.


Ausgrabungen

Artikel 15

Ausgrabungen müssen dem wissenschaftlichen Standard entsprechen und gemäß der UNESCO Empfehlung von 1956 durchgeführt werden, welche internationale Grundsätze für archäologische Ausgrabungen formuliert.

Erhaltung und Erschließung der Ausgrabungsstätten sowie die notwendigen Maßnahmen zum dauernden Schutz der Architekturelemente und Fundstücke sind zu gewährleisten. Außerdem muß alles getan werden, um das Verständnis für das ausgegrabene Denkmal zu erleichtern, ohne dessen Aussagewert zu verfälschen.

Jede Rekonstruktionsarbeit soll von vornherein ausgeschlossen sein; nur die Anastylose kann in Betracht gezogen werden, das heißt, das Wiederzusammensetzen vorhandener, jedoch aus dem Zusammenhang gelöster Bestandteile. Neue Integrationselemente müssen immer erkennbar sein und sollen sich auf das Minimum beschränken, das zur Erhaltung des Bestandes und zur Wiederherstellung des Formzusammenhanges notwendig ist.


Dokumentation und Publikation


Artikel 16

Alle Arbeiten der Konservierung, Restaurierung und archäologischen Ausgrabungen müssen immer von der Erstellung einer genauen Dokumentation in Form analytischer und kritischer Berichte, Zeichnungen und Photographien begleitet sein. Alle Arbeitsphasen sind hier zu verzeichnen: Freilegung, Bestandssicherung, Wiederherstellung und Integration sowie alle im Zuge der Arbeiten festgestellten technischen und formalen Elemente. Diese Dokumentation ist im Archiv einer öffentlichen Institution zu hinterlegen und der Wissenschaft zugänglich zu machen. Eine Veröffentlichung wird empfohlen.


Mitglieder der Redaktionskommission für die Internationale Charta über die Konservierung und Restaurierung von Denkmälern waren:

Piero Gazzola (Italien), Präsident; Raymond Lemaire (Belgien), Berichterstatter; J. Bassegoda Nonell (Spanien); Luis Benavente (Portugal); Djurdje Boscovic (Jugoslawien); Hirsoshi Daifuku (UNESCO); P. L. de Vrieze (Niederlande); Harald Langberg (Dänemark); Mario Matteucci (Italien); Jean Merlet (Frankreich); Carlos Flores Marini (Mexico); Robert Pane (Italien); S. C. J. Pavel (Tschechoslowakei); Paul Philippot (ICCROM); Victor Pimentel (Peru); Harold Plenderleith (ICCROM); Deoclecio Redig de Campos (Vatikan); Jean Sonnier (Frankreich); Francois Sorlin (Frankreich); Gertrud Tripp (Österreich); Jan Zachwatovicz (Polen); Mustafa S. Zbiss (Tunesien).

als Pdf:
http://denkmalpflege.tuwien.ac.at/seite/main/lehre/lva/257_058/9.vo_skript.pdf




Würzburger Erklärung 1984: 2. Kongress "Handwerk in der Denkmalpflege"
http://www.nationalkomitee.de/appelle/300584.htm

Die Ziele in der Restaurierung nach deutschem Muster sind :

Ein Auszug aus der Satzung des VDR Verband der Restauratoren e. V.

" Kulturgüter vermitteln als materielle Zeugnisse des Kulturellen Erbes einen lebendigen Einblick in die Vergangenheit. Für die Gesellschaft ist es von besonderer Bedeutung, die Kulturgüter zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben. Die Restauratoren übernehmen mit ihrer Arbeit besondere Verantwortung für das Kulturgut gegenüber der Gesellschaft und der Nachwelt. Ihre Aufgabe ist der Schutz, die Erhaltung und die Restaurierung des Kulturgutes, im Respekt des ganzen Reichtums seiner Authentizität und unter Wahrung seiner Integrität. Die hohen ethischen Grundsätze, denen sie sich verpflichtet fühlen, sind in den Ehrenkodizies für Restauratoren fixiert und weisen sie als Angehörige der Freien Berufe aus. "

VDR Verband der Restauratoren e.V. DER RESTAURATOR - Eine Definition des Berufes

Grundlagen
Ehrenkodex für Restauratoren: (hier ein Auszug)

" Kunst- und Kulturgut befindet sich in staatlichem, kommunalem, kirchlichem und privatem Besitz. Seine Betreuung obliegt Archiven, Bibliotheken, Museen und Sammlungen, der Denkmalpflege, den Kirchen und privaten Eigentümern. Sie sind verpflichtet es zu erhalten.

Allgemeine Verpflichtungen des Restaurators

Verantwortung

Der Restaurator trägt die grundsätzliche Verantwortung für das ihm anvertraute Kunst- und Kulturgut. Das Verhältnis Restaurator und Eigentümer muß auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt beruhen.

Kompetenz

Der Restaurator soll nur Arbeiten ausführen, die im Bereich seiner fachspezifischen beruflichen Kompetenz liegen.

Abweisung

Der Restaurator darf keine Aufträge ausführen, die den historischen Bestand von Kunst- und Kulturgut gefährden oder verfälschen. Er verpflichtet sich, Aufträge, die dieser Auffassung wiedersprechen, abzulehnen.

Qualitätsanspruch

Der Restaurator soll an seine Arbeit die höchsten Qualitätsansprüche stellen, unabhängig von Wert und Rang des Kunst- und Kulturgutes. Müssen Einschränkungen des Behandlungsumfanges in Kauf genommen werden, hat die Substanzerhaltung absoluten Vorrang.

Tätigkeit des Restaurators

Schadensverhütung

Vorbeugende Maßnahmen an Kunst- und Kulturgut und in dessen Umgebung, die Schäden verhüten oder den direkten Eingriff vermeiden, sind vorrangig.

Dokumentation

Der Restaurator ist verpflichtet, alle von ihm durchgeführten Untersuchungen, deren Ergebnisse und alle zu Substanzsicherung und Restaurierung angewandten Maßnahmen, Methoden und Materialien zu dokumentieren. Diese Dokumentation ist eine wichtige Quelle für die Geschichte des Kunst- und Kulturgutes. Sie ist daher an geeigneter Stelle aufzubewahren und zugänglich zu halten.

Untersuchung

Der Restaurator muß vor jeder Konservierung oder Restaurierung eine methodische Untersuchung vornehmen, die alle notwendigen historischen und technologischen Fragen abklärt. Zuvor ist der Umfang der Untersuchungen einzugrenzen. Die Untersuchung erfolgt in mehreren Schritten. Sie beginnt mit einer genauen Bestandsaufnahme des angetroffenen Zustands und kann, wenn z.B. historische Veränderungen nicht erhalten werden können, bis hin zu einer Objektanalyse - die umfangreichste Art der Untersuchung - weitere Untersuchungsschritte erfordern. Materialproben dürfen nur dann entnommen werden, wenn dadurch Fragen geklärt und Entscheidungen gefällt werden können. Sie sind auf ein Mindestmaß zu beschränken. Dies gilt auch für alle Eingriffe.

Konservierung und Restaurierung

Der Restaurator hat vorrangig den historischen Bestand des Kunst- und Kulturgutes zu konservieren.

Restaurierung dient der Wiederherstellung eines bestimmten historischen Zustandes, der Wiederlesbarkeit der ästhetischen Wirkung oder der Wiedernutzbarkeit von Kunst und Kulturgut. Restauratorische Eingriffe sind irreversibel. Daher muß die größte Sorgfalt auf die Planung, Begründung, Ausführung und Dokumentation einer Restaurierung gelegt werden.

Umfang der Behandlung

Der Restaurator hat den Umfang seiner Behandlung auf das Notwendigste zu beschränken. Er darf nicht bewußt, oder zum eigenen Vorteil die Maßnahmen ausweiten, er darf aber auch nichts bewußt unterlassen.

Technik und Materialien

Der Restaurator darf nur solche Techniken und Maßnahmen anwenden, die nach aktuellem Kenntnisstand den ideellen und materiellen Bestand des Kunst- und Kulturgutes nicht gefährden und künftige Maßnahmen nicht behindern.

Wartung

Der Restaurator soll dem Eigentümer genaue Informationen zur sachgerechten Pflege und Aufbewahrung des Kunst- und Kulturgutes geben und ihm eine regelmäßige Wartung empfehlen.

Notsituation

Bei einem Not- oder Katastrophenfall soll der Restaurator im Rahmen des Möglichen Hilfe leisten, um den Schaden am Kunst- und Kulturgut so gering wie möglich zu halten . . . " (weitere Infos siehe auch obige Links)

Grundlage: CODE OF ETHICS 1986 IIC - CG and CAPC
Ausarbeitung: Bachmann, Reichwald (DRV), Ritterpusch (IADA), Seebach (DVFR), Wihr (AdR)

Link zu "Standards der Baudenkmalpflege" / BDA (als PDF mit 416 Seiten)
http://www.bda.at/documents/663023798.pdf

Sonntag, 24. Mai 2009

23.4.09 Materialien: Malerei Hr. R. Giangualano

23.4.09 Materialien: Malerei
von Hr. R. Giangualano / Kunsthistoriker
Es ist die erste Unterrichtstunde für die Maler.
Wir sollen einen Überblick für alle anwesenden Gewerke bekommen
Weil wir auch sonst zusammenarbeiten sollen.
Schmiede arbeiten mit hartem Material welche auch von Tischler und Maler genutzt werden.
Probleme sind in verschiedenen Berufen anders, entstehen aber alle aus annähernd selbem Grund – bezogen auf Malmittel und es soll als Einführung gut sein.
In seinem Beruf sollter er eigentlich die Probleme lösen , schafft aber eher neu.
Der Restaurator bemüht sich den einfluss der Geschichte zu stoppen
DIE EPOCHE BEGANN EIGENTLICH MIT DEM REST. DER GEMÄLDE IN DER SIXTINA.
DIE BILDER DIE WIR DAVON ALLGEMEIN IM TV SEHEN WERDEN NUN ALLGEMEIN DANACH VERÄNDERT.
...
DIE AUSBILDUNG IM ZENTRUM HAT DEN GRUND ZU LERNEN WIE DIESE VERSCHIEDENEN GEMÄLDE GESCHAFFEN WURDEN.
IN DREI MONATEN WERDEN WIR VERSUCHEN DIE VERSCHIEDENEN BAUVERFAHREN ZU VERSTEHEN
DURCH DIESES WISSEN SOLLTET IHR IN DER LAGE SEIN DIE OBJEKTE SO ZU WARTEN WIE IHRE GESCHICHTE ...
PHILOSOPHISCH GEMEINT DAMIT ALLE ALTEN OBJEKTE IHREN GEIST NICHT VERLIEREN
ALLE OBJEKTE SIND WIE EIN SPIEGEL DES AUTORS – DIESE BEKAMEN VON IHM DIE KRAFT DIE IHM INNE WAR UND DIE GESCHICHTE GIBT IHNEN SEELE UND PATINA
WENN WIR ANTIKE OBJEKE BETRACHTEN MÜSSEN WIR SEHEN, DAS DIE OBJEKTE VOM AUTOR GESCHAFFEN WURDE UND DIESES OBJEKT DAMIT SEINE GESCHICHE HAT.
DIES IST ALSO MEINE PHILOSPHIE – UND DAMIT WERDE ICH AUCH MIT DEN MALERN GESTALTEN
WIR WERDEN ALSO ÜBER VERSCHIEDEN TECHNIKEN SPRECHEN WEIL WICHTIG IST ERFAHRUNG ZU SAMMELN
...ES SOLLTE WÄHREND DEM DIAVORTRAG EINE ENTSPANNTE STILLE SEIN

ER SPRICHT ÜBER DIE MALERTECHNIKEN
1.) DIE ERSTE KUNST LIEGT DARIN DEN EIGENEN KÖRPER ZU MALEN
DAS ERSTE KUNSTELEMENTE IST NÄMLICH DER MENSCHLICHE KÖRPER, Z. B. ALS IN DEN 80 ER JAHREN DIE PIERCINGS UND TATOOS IN MODE KOMMEN WELCHE EIN DEKOR DES KÖRPERS SIND
DIE KUNST BESTEHT EIGENTLICH AUS ZEICHEN WENN WIR AUF PAPIER EIN SCHWARZES ZEICHEN MALEN HABEN WIR SCHON EIN KUNSTOBJEKT
DIESE ZEICHEN IST ALSO KUNST, UND Z. WEIL WIR IN DEM ZEICHEN EINEN TEIL DER KRAFT IN UNS DARGESTELLT HABEN.

ALSO KÖNNEN WIR AUCH SAGEN, DASS ALLE ABSTRAKTE TÄTIGKEITEN SIND KUNST
ALLE STELLEN EINEN INNEREN TEIL VON UNS DAR
DIE ERSTE FORM DES AUSDRUCKES IST ALSO DER MENSCHLICHE KÖRPER
KUNST – DIES HEIST DAS ER ES AUCH FÜR DIE KUNST IST
ALS ZWEITE KUNSTFORM GELTEN DANN DIE ZEICHNUNGEN DER MENSCHEN IN DEN HÖHLEN Z. B. IN ALTAMIRA UND LASCAUX IN SÜD UND WEST FRANKREICH
IN DIESER ZWEITEN KUNSTFORM WERDEN ALSO DIE ÜBLICHEN TÄTIGKEITEN DIESER ZEIT GEZEICHNET, Z.B. DIE JAGD UND DIE VERSCHIEDENEN JAGDTIERE
SOLCHE TECHNIKEN WERDEN SCHON ABSTRAKT DARGESTELLT – DIES IST SCHON EINE SPUR VON RELIGION
DIE DARGESTELLTEN TIERE SIND SCHON EIN SYMBOL FÜR DIE DAMALIGEN MENSCHEN
DIE RELIGION IST DIE ABSTRAKTION DER INNEREN ÄNGSTE DER MENSCHEN
DIESE WIRD DURCH SYMBOLE DARGESTELLT UND DAMIT GERECHTFERTIGT

VERWENDUNG VON NAT. FÄRBENDE MITTEL
MAN VERSTEHT ABER DAS MAN EIN BINDEMITTEL BRAUCHT UM SIE AN DEN HÖHLENFELS ZU BINDEN
WENN ICH Z.B. EIN GELBLICHE ERDE NEHME SEHE ICH SOFORT DAS ICH DIE WAND NACHMALEN MUSS DAMIT DIE WAND DIESE HELLE FARBE ANNIMMT.
DIE MENSCHEN MERKEN ABER, DAS DIE GLEICHE ERDE DIE AM KÖRPER ANGEMALT LÄNGER BLEIBT ALS AN DEN FEUCHTEN HÖHLENWÄNDEN
DER KÖRPER IST OBERFLÄCHLICH REICH AN FETT UND EIWEIß UND DIES IST EIN GUTES BINDEMITTEL
DAMIT KOMMEN WIR ZUM BEGRIFF „MASSE“
WENN DIE MENSCHEN MERKEN, DAS DIE FÄRBENDEN ERDEN AUF DEM KÖRPER LÄNGER BLEIBEN ALS AUF DEN TROCKENEN WÄNDEN BEGINNEN SIE DARÜBER NACHZUDENKEN

die
MASSA (unterteilen wir in drei Teile):

APICA SOLVENTE LEGANTE
FÜLLSTOFF BINDEMITTEL LÖSEMITTEL
d.h. PIGMENT z.B. Leinöl z.B. Wasser


ES ENTSTEHEN CHEM. PHS. PROZESSE WIE BEI EINEM FRESKO
IN ANDEREN FÄLLEN WIE Z.B. BEIM KÖRPERBEMALEN HANDELT ES SICH UM VIELE FARBSCHICHTEN – EINE STRUKTUR DIE MIT DEM KÖRPER IN KONTAKT IST DURCH BINDE- UND AUCH LÖSEMITTEL
KORROSION GIBT ES ZW. PIGMENT UND BINDEMITTEL
DAMIT WIRD EIN FARBFILM GESCHAFFEN DIE MIT DER WAND DURCH ADHÄSION HÄLT
FR. IST DER PROZESS REVERSIBEL?
HABE GEDULD WIR SPRECHEN SPÄTER DARÜBER....
ALSO WIE GESAGGT KOHÄSION IST ZWISCHEN PIGMENT UND BINDEMITTEL
KOHÄSION ZWISCHEN MASSA UND WAND

IN DEN 50ER JAHREN SIND DIESE HÖHLENMALERIEN ANALYSIERT WORDEN IN FR. UND IT. UND MAN HAT DAMIT FESTGESTELLT DAS ES UM FRESKEN GEHT

WEIL EIN KALZINIERUNGSPROZESS AUFTRITT

CaCO3 . Co2 → CaO . H2O

CO . H2O → Ca(OH)2

Phsikalische VERBINDUNGEN DIE DURCH WASSER ENTSTEHEN
AUF DEN HÖHLENWÄNDEN GIBT ES WASSER WELCHES REICH AN CALCIUMCARBONAT IST UND DIES ERMÖGLICHT DIE KALZINACARBONISIERUNG DER AUFGETRAGENEN FARBEN
DIE FRESSCEN DER PRÄHIST. MALEREI SIND DURCH ZUFALL DAZU GEWORDEN

ICH WOLLTE EUCH VERSTEHEN LASSEN WAS EINE CHEM. PHY, VERBINDUNG IST.

DER MENSCH ENTWICKELT SICH VOM NOMADEN ZUM JÄGER UND SAMMLER BIS ZU DEN ERSTEN SESSHAFTEN MENSCHEN UND STÄDTERN
UND SOMIT ENTWICKELN SICH AUCH DIE VERSCHIEDENEN TECHNIKEN WELCHE WIR NOCH HEUTE VERWENDEN

1776 BEGINNT DIE MODERNE EPOCHE DER CHEMIE UND MATHEMATIK
BIS ZU DIESEM JAHR GAB ES EIN MENSCH. ZIVILSATION DIE AUF ERFAHRUNGEN PASSIERT ... LAVOISIER ERFASST DIE CHEM. ELEMENTE ZUM ERSTEN MAL


WAS DIE TECHNIKEN BETRIFFT
GIBT ES IM ALLGEMEINEN DEREN VIER

WANDMALEREI http://de.wikipedia.org/wiki/Wandmalerei
TEMPERAMALEREI http://de.wikipedia.org/wiki/Tempera
ÖLMALEREI http://de.wikipedia.org/wiki/Ölmalerei
ACRYLMALEREI http://de.wikipedia.org/wiki/Acrylmalerei
(KÜNST. FARBSTOFFE)

WAS DIE TRÄGER BETRIFFT
MAUERWERK
HOLZ
PAPIER – LEINWAND


VERSCHIEDEN UNTERGRÜNDE – VORBEREITUNGSSCHICHT
PUTZ (VERSCH. SCHICHTEN)
GIPS U. LEIMSORTEN
VERSCH. ÖLSORTEN UND ÖLBASIERTE BINDEMITTEL

WENN WIR ALSO ÜBER DIE VERSCHIEDENEN TRÄGER IN DER WANDMALEREI SPRECHEN DANN HABEN WIR NATÜRLICH DEN PUTZ DER AUS VERSCHIEDENEN SCHICHTEN BESTEHT –
GRUNDPUTZ – AUSGLEICHSCHICHT UND FEINPUTZ

NATÜRLICH GILT DAS GLEICH AUCH AUF ANDEREN MATERIALIEN Z.B. METALL UND HOLZ
DENKEN WIR NUR DARAN DAS DIE ALTEN STEINGEBÄUDE DER RÖMER MIT DER TECHNIK DER MEZZOFRESSCO BEMALT WURDEN

WENN WIR ÜBER DIE TRÄGER AUF HOLZ SPRECHEN HABEN WIR NORMALERWEISE EINE FEINE GIPSSCHICHT ZUR VORBEREITUNG
DIESE WIRD DANN MIT ORGA. LEIM ODER KALK BEARBEITET


WAS DIE LEIME BETRIFFT:
http://de.wikipedia.org/wiki/Leim
ORGANISCHE LEIME
KASEINBASIERTE LEIME
ÖLLEIME – LEIMÖL
MISCHUNG VON ORG. LEIMEN – ZINK UND LEIMÖL
DIE LETZTE IST EINE MOD. TECHNIK SEIT DER LETZTE HÄLFTE DES 18 JHDT.S. ZINK WURDE SCHON 100 JAHRE FRÜHER VERWENDET, WEIL AUS ZINK EIN WEISSES ZINKOXYD ENTSTEHT

DIE FARBEN:
ES GIBT SALZE VON BLEI, MANGAN KOBALT, ZINK UND KUPFER
SIE DIENEN DAZU DAS DIE FARBEN SCHNELLER TROCKNEN

IM 18 JHDT. WURDEN INSBES. BLEI MANGAN UND KOBALT FÜR DIE ÖLMALEREI VERWENDET
DIE BEKANNTE ENTDECKUNG VON VANEI DIE ZUR TEMPERAMALERIE FÜHRTE WAR EIGENTLICH EINE FETTE SCHICHT AUS EITEMPERA GEMISCHT MIT BLEI ODER MANGAN ODER KOBALT DAMIT DIE FARBE SCHNELLER TROCKNETE
PAUSE


REISEN WIR WEITER IN DER KUNSTGECHICHTE
ZUM BESSEREN VERSSTÄNDNIS DIESER UND UM IN DEN MUSEEN NICHT EINZUSCHLAFEN

DIE MUSEEN WERDEN HEUTE ALS ZU KULTURELL BETRACHTET ABER IN WIRKLICHKEIT WURDEN DIE KUNSTWERKE FRÜHER AUS NATÜRLICHEM SCHAFFEN DES MENSCHEN GESCHAFFEN
ICH HOFFE ALSO DAS IHR NACH DREI MONATEN, DASS IHR DANN DIE KUNSTWERKE ALS NATÜRLICHE OBJKETE DES MENSCHEN BETRACHTET
WENN WIR ÜBER KUNST SPRECHEN MÜSSEN WIR AUCH PHANTASIEVOLL SEIN. WIE SIND JETZT ALSO VORGSCH. MENSCHEN UND DIE FARBEN DIE ZUR VERWENDUNG STEHEN KOMMEN IN DER NATUR VOR. WIE Z. B. EISENOXYD – HÄMATIT MIT KRISTALLSTRUKUR
IM RÖTLICHE ZUSTAND IST DAS HÄMATIT EHER SALZFÖRMIG
IM LAUFE DER JHDT. WIRD SIE DAMIT ZUR AMORPHEN ERDE
LIMONIT MIT OCKERFARBE
BEIDE SIND EISENMINERALE
VOM LIMONIT SIND ALLE VERSCHIEDENEN GELBEN ERDFARBEN
AUS DEM HÄMATIT SIND ALLE VERSCHIEDENEN ROTEN UND SCHWARZEN ERDFARBEN
DIE ZEICHNUNGEN IN LASCAUX WURDEN ANALYSIERT UND FESTGESGTELLT DAS DIE FARBEN HÄMATIT UND LIMONITBASIERT WAREN.
DIE STUKATEURE WERDEN DAMIT HIER AN DER SCHULE ARBEITEN
GEOLOGISCH GEMEINT SIND DIESE FARBEN VIELE MIO. JAHRE ALT
DIESE FARBEN HABEN BESONDERE EIGENSCHAFTEN:
WENN WIR SIE ERWÄRMEN BEKOMMEN WIR NEUE FARBTÖNE
ES WAR FÜR DIE MENSCHEN WICHTIG IM LAUFE DER ZEIT DIES ZU ERKENNEN UM IMMER MEHR ZU LERNEN
IHR SEHT DAS DAS GELBE LIMONIT SICH ÄNDERT WENN ES AUF DER KOCHPLATTE ERHITZT WIRD.


VOR 6000 JAHREN WURDE IN BAGDAD - DANK ARCH. AUSGRABUNGEN DER ERSTE OFEN GEFUNDEN - DER ZUM BRENNEN BENUTZT WURDE.

MAN BEGINNT MIT DER FESKOTECHNIK ALS DER KALK ENTDECKT WURDE.
DEN DIE FRESKOTECHNIK IST MIT DER VERWENDUNG VON KALK ENG VERBUNDEN
natürlicher Kalkkreislauf zur Entstehung des Kalkes:

technischer Kalkkreislauf zur Gewinnung v. Kalk:


CaCO zu 99 % zB. Carrara marmor oder die Berge hinter Vicenza
KALZIUMKARBONAT BESTEHT AUS KALZIUM UND KOHLENSTOFF UND DREI MOLKÜLE SAUERSTOFF

BEI 900 GRAD GEBRANNT WIRD CO2 FREIGESETZT

CaO + CO2

CaCO3 --- 900 Grd. Cel.

STEIN WIRD LEICHTER BEI GLEICHEM VOLUMEN WEIL CO2 FREIGESETZT WURDE

CaO + H2O

WENN ICH DEM CALZIUMOXYD WASSER ZUGEBEN BEKOMME ICH

Ca(OH)2 + CO2
CALZIUMHYDROXIT – MIT SAND GEMISCHT ZUM AUF DIE WAND AUFTRAGEN – DANN VERDUNSTET ALLMÄHLICH DAS WASSER

CaCo2 -> H2O

Ergebnis ist wieder CaCO3 (welches am Anfang (s.oben) aber in einem festen Zustand -
Am Ende ist es in einem amorphen Zustand
Wenn WIR DAS GEWICHT BETRACHTEN HAT
CALZIUMCARBONAT 100
CALZIUMOXYD WIEGT 65
DAS CO2 HAT 44
IN SUMME IST ES WIEDER 100


CAO HAT 56
WASSE 76
SAUERSTOFF O 16

74 - 118 - 44
CA ( OH)2 + CO2

100 – 118 - 18
CACO3 + H2O
VERSTANDEN SEIT LAVOSIER


Wir wissen das die Freskotechnik vor 6000 Jahren im Mittelmeerraum entdeckt wurde.
IN AMERIKA WURDE KALK SCHON FRÜHER VERWENDET.
DIE ENTDECKUNG DES KALK ERMÖGLICHT EINE TECHNOLOGIEENTWICKLUNG ZU HABEN
DURCH DAS BRENNEN – PYROTECHNIK – EINES MINERALS IST ES MÖGLICH DIE VERSCHIEDENEN ELEMENTE ZU TRENNEN DIE DIESES MINERAL AUSMACHEN.
FR.: TON WIRD AUCH IMMER DUNKLER BEIM BRENNEN
JA – STIMMT
ABER DIE KALKTECHNOLOGIE WURDE NACH DER VERWENDUNG VON TON ENTWICKELT. SIE SIND ABER SEHR ÄHNLICH. DIESE PYROTECHNIK FÜHRT AUCH ZUR VERWENDUNG VOM GIPS. SIE SIND AUCH FÜR DIE METALLE SEHR ÄHNLICH – AEHNLICH AUCH FÜR KUNST UND TECHNIK
DIE PROZESSE SIND AUCH MITEINANDER VERBUNDEN. DAS EISEN WURDE IMMER HÄUFIGER BEI DEN RÖMER VERWENDET, WEIL SIE ENTDECKTEN, DASS DER GEMEINSAME VERBRAND VON EISEN UND KALK UND HORN DAS EISEN QUASI NITRIERTE...

AUFGRUND DIESER ENTDECKUNG WURDEN MIT DIESEN PROZESSEN AUCH WEITER TECHNIKEN – ERZAUFBEREITUNG – BRONZEN – EISEN ENTDECKT.

KALZIUMCARBONAT ENTSTEHT GEOLOGISCH AUS VERSCHIEDENEN SCHALENTIEREN DIE AM BODEN IM MEER ZUSAMMENGEPRESST WERDEN.DURCH DIE ERDBEBEN UND NATÜRLICHE BEWEGUNGEN DER ERDKRUSTE SIND SOLCHE STEINE WIEDER AN DIE OBERFLÄCHE GEKOMMEN...

WENN WIR ÜBER FARBEN SPRECHEN – SPRECHEN WIR EIGENTLICH ÜBER PHYSIKL.-ELEKTR. STRAHLUNG
Z.B. WENN ICH SAGE DAS DIESER STEIN ROT IST – HAT DIE ATOMSTRUKTUR ALLE FARBEN AUFGENOMMEN ABER NUR DIE ROTEN ABGEGEBEN – WELCHE VOM AUGE GESEHEN WIRD
WENN WIR DAS MEER BETRACHTEN SEHEN WIR VERSCHIEDEN FARBEN VON GRÜN – BLAU BIS SCHWARZ. DAS HÄNGT DAVON AB DAS DAS WASSER VERSCHIEDEN BESTANDTEILE HAT UND ES DAS LICHT IN VERSCHIEDENER ART UND WEISE AUFNIMMT.
WENN DAS WASSER SCHRITTWEISE VERDUNSTET ÄNDERT SICH AUCH DIE FARBE WEIL DAS WASSER AUS H2O BESTEHT UND DAMIT AUCH DIE ATOMARE STRUKTUR – DIESE WIRD DABEI GEÄNDERT.

WIR HABEN ÜBER DIE URSPRÜNGLICHEN FARBEN GESPROCHEN – DIE AUCH AM EINFACHSTEN SIND UND VON DEN FRESKOMALERN VERWENDET WERDEN

DIE FARBEN DER WANDMALER SIND DIE EINZIGEN DIE KALKBESTÄNDIG SIND. SIE SIND ALLE MINERALFARBEN

KALK IST SEHR ALKALISCH UND HAT DIE KRAFT DEN FARBTON ZU ÄNDERN. DIE NAT. EISENOXYDE SIND KALKBESTÄNDIG

http://books.google.com/books?id=6GgJAAAAIAAJ&printsec=frontcover&dq=Handbuch+der+angewandten+Chemie&hl=de


GELB – OCKER FeO(OH)3 http://de.wikipedia.org/wiki/Ocker
Gebrannt b. 200 Grd. C
Rotocker Eisenoxyd – Fe2O3



Nat. Sienaerde Fe(Oh)3 45 – 70 % Eisen http://de.wikipedia.org/wiki/Siena_(Farbe)
hat auch hydr. Eigenschaften
(mit Manganmonoxyd MnO – MnO2 ca. 1%
und Aluminum Al2O3 und Silizium SiO2(h2O)
bei 100 Grad gebrannt gibt gebrannte SienaErde ....?)

Eisenhydroxid Fe(OH)3 20 – 48 %
nat. Umbraerde MnO2 7-20 %
http://de.wikipedia.org/wiki/Umbra_(Farbe)
Aluminum... Al2O3 . 2 SO2 . 2H2= . CaCo3
Gebrannt bei ca. 200 Grad

Grüne Erde
Eine Art Aluminiumsilikat (er zeigt keine Formel weil zu lang ...?)
Mit Magnesium – Aluminium – Kalium
http://de.wikipedia.org/wiki/Grüne_Erde

In den Malereitechniken sind grün und ockertöne die am meisten verwendeten
Weitere Farben die in der Malerei verwendet werden:
Russ-schwarz aus verbranntem Holz
Calziumweiss CaCo3 aus dem Kalkkreislauf
http://de.wikipedia.org/wiki/CaCO3
Die Maler verwechseln karb. Kalziumkarbonat als Farbe und das andere ist ein Bindemittel
Eiweiss
Marmorweis CaCO3 aus dem Gesteinmehl
Titanweis TiO2 als modernes Produkt seit 1916-19
http://de.wikipedia.org/wiki/Titanweiß

Es gab in der echten Freskotechnik kein blau.
Am nachmittag kommen einige Dias von Pompeji mit bestimmten Farben
Einige Primäre Farben wurden später eingeführt wie z.B.
Lapislazuli http://de.wikipedia.org/wiki/Lapislazuli
als Pigment in einer helleren und dunklernen Form. Wurde oft verwendet und von Venedig aus gehandelt . Teuerste Farbe – kostbarer als Gold.
Importiert aus Afghanistan – ist ein Natrium-Aluminium-Silikat

Blaue Farben wurden nicht in der Freskotechnik aufgetragen sondern nachher als die Wand getrocknet war in einer Art Lasurtechnik.

Es gibt auch ägyptisches Blau
http://de.wikipedia.org/wiki/Ägyptisch_Blau
eine Art Glas aus Kalzium-Kupfermineral gewonnen CaO.CaOH4 SO2
Sie mischten Sand und Kupfersulfate
Gebrannt zu verschiedenen Blautönen
Die Ägypter hatten als erste eine praktische Chemieindustrie.
Deren Fachwissen ging hier im Mittelalter verloren.
Erst in den 1960 Jahren in Labors wieder geschaffen
Die ägyptische Malerei war eine Codierung auf Temperabasis
Die Oberflächen waren aus Gips und Ton – keine Freskomalerei
Bindemittel aus Gummi-Arabicum und Eigelb
Das Bindemittel für die Farben – Kohäsion
Bindemittel für diese an die Wand – Adhäsion
Zum Farben malen diese Pigmente mit Eigelb gemischt, die Oberfläche mit Gips und weissem Ton geglättet und vorbereitet

Am Nachmittag über Farbe und die Techniken mit denen sie verbunden sind

Natürliche Farben – Minerale
Organische Farben – tierischen oder pflanzlichen Ursprungs
Künstliche Farben – aus modernen chemischen Synthesen – bis Nanotechnik

Farben bis Anfang des 20 Jhdts.
Praktisch wie folgt eingeteilt:
Farben die gemahlt und gewaschen werden können
Fraben die nur gemahlt werden können
Farben die nur gewaschen werden können
Farben die weder gemahlt noch gewaschen werden können

Farben für Fresko und Ölmalerei werden vorher gemahlen

Farben zum malen von Oberflächen
Oder Farben zum färben von Leder und Stoffe
Farbe zur Vorbereitung von Zeichnungen im Untergrund

Farben aus Porphyrmarmor gemahlen
Für Wandmalerei mit Wasser gemahlen
Je länger die Farben gemahlen desto besser ist die Qualität und Haltbarkeit der Farbe und desto leichter zum auftragen.

Exkurs zur:
http://de.wikipedia.org/wiki/Scrovegni-Kapelle
Giotto wird von der Fam. gerufen und sie lässt die Kapelle mit der Geschichte der hl. Familie malen. Auf diese Weise schließen sie Frieden mit der Kirche, weil Giotto der hauptmaler der kirche war. Der palast wird dann ende des 19 jhdts. Nicht mehr genutzt weil italien viele regionale kriege hatte. Der palast wird teilweise abgerissen weil genau darunter reste eines röm. Amphittheaters waren. Die kapelle in der mitte bleibt aber stehen. Die kapelle wird von der bevölkerung paduas gerettet. Urspränglich betrat man die kapelle lateral – seitlich. Da die kapelle nun alleine steht wird sie von der front betreten. Auf der eingangsfassade gibt es das bedeutendste fresko giottos da aber die haupttür genutzt wird verursachen temperaturschwankungen und vibrationen das die oberfläche wie verkratzt erscheint. die witterungschwankungen und sonnenstrahlung von aussen auf die mauer und der luftverunreinigungen von innen haben bewirkt das die oberfläche auch gelitten hat. Die säulen in der front waren der sonnenstrahlung sehr stark ausgesetzt
Die röm. Denkmalbehörden haben einen rettungsplan ausgearbeitet, danach sollten in front des eingangs einige bäume gepflanzt werden und seitlich sollte ein klimatisierungsraum aufgebaut werden. Dieser klimaraum wurde vor x jahren aufgebaut und er lässt die besucher dort 15 minuten sich aklimatisieren und danach können sie für 10 minuten die fresken besichtigen. Die bäume wurden nie gepflanzt. Es handelt sich also um eine restaurierungsmassnahme die besonders ist. Leider war die behörde damit noch nicht zufrieden und das fresko wurde auch noch restauriert.

In lascaux sind die franzosen klüger gewesen indem sie die höhle für das publikum geschlossen haben und eine kopie dafür für das publikum gebaut haben.
Noch fragen?

Wie wir gesehen haben sind die farben eng mit der angewandten technik verwandt. Wenn wir von fresken sprechen , sprechen wir von farben die mit wasser als bindemittel gemalt werden. Es handlet sich um eine chemische und physische reaktion weil der putz carbonatisiert und dabei die pigmente aufnimmt. Die farbe wird also praktisch in carbonatisierten kristallen eingeschlossen. Die carbonatsalz schliesen sie ein.

Die temperatechnik oder die ägyptische maltechnik – in diesem fall müssen die farben mit einem bindemittel gemischt werden da es keine chemische reaktion zum halt gibt. Wir müssen die farbpigmente als eine art sand mit verschiedenen körnern ansehen. Solche leerstellen zwischen den verschiedenen körnern müssen vom bindemittel geschlossen werden.
Das bindemittel dient dazu die leerstellen zu füllen. Bei der ägyptischen malerei nutzte man z.B. eigelb als bindemittel. Das eigelb ist ein starkes bindemittel. Es gibt dann ein weiteres bindemittel wie cochinelle. Sowie gummi arabica. Die verschiedenen bindemittel werden je nach maltechnik eingesetzt.

Bei der temperamalerei kann man hasen- knochen – haut fisch-leim verwenden. Bei tierleim werden normalerweise die gelenke der tiere ausgekocht. Eigelb, kasein, honig
Pflanzliche bindemittel wie gummi arbicum, gummibaum, feigenmilch
Bei den temperafarben sind die bindemittel weicher und reversibel.

SEHEN WIR ANHAND DER DIAS NOCH EINIGE DETAILS DER FARBEN.
WIR SEHEN EIN LISTE DER VERSCHIEDENEN FARBEN. ICH WERDE DIE VERSCHIEDENEN FARBEN ERKLÄREN UND DIE MALTECHNIKEN DIE DAMIT GEMACHT WERDEN.

ZUERST DIE ROTEN FARBEN:

SIE SIND EIGENTLICH DIE ÄLTESTEN FARBEN UND AUCH AM GIFTIGSTEN
ZINNOBERROT HgS
http://de.wikipedia.org/wiki/Rot#Zinnoberrot.2C_Permanentrot.2C_Feuerrot

DIE FARBE DIE IN POMPEJI VERWENDET WURDE.
WURDE BEKANNTLICH VON DEN RÖMERN GELIEBT. KANN BEI DER FRESKOTECHNIK NICHT GENUTZT WERDEN – NUR MIT BINDEMITTEL.
MINERAL MIT QUECKSILBER

MINIUM - MENNIGE Pb3O4
http://de.wikipedia.org/wiki/Blei(II,IV)-oxid
Bindemittel leimöl
Korrossionsschutz
Theophilus in der Schedula hat einige rezepte angegeben
Auch schon bei Vitruvius und später Cellini
Die ideale Farbe für Stahl Konservation
Auch in der freskotechnik von tiepolo mit leim als isoliermittel damit das blei nicht schwarz wird
2 teil farbe – 1 teil leimöl
farben die ein hohes spez. Gewicht haben nehmen weniger öl als bindemittel auf als umgekehrt.

Nicht zu verwechseln mit: Eisenoxidrot / Caput mortuum
http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenoxidrot

Realgar As2S2
http://de.wikipedia.org/wiki/Realgar
arsenhaltig bisulfat


Blaue Farben:
Lapislazuli
Wird in allen Maltechniken eingesetzt auch als Email (im allgemeinen gemahlenes Glas) (a. Kobalblau). Sogar als medizin
Formel siehe oben

Azurit
2 CuCO3.Cu(OH)2
http://de.wikipedia.org/wiki/Azurit


ägyptisches Blau
http://de.wikipedia.org/wiki/Ägyptisch_Blau
s.a.o.: Kupfer Sulfit

Smalte
http://de.wikipedia.org/wiki/Smalte
war der Vorläufer des:

Kobaltblau
(CoNi)As3???
http://de.wikipedia.org/wiki/Kobaltblau


Gelbe Farben

Arsengelb
http://de.wikipedia.org/wiki/Arsengelb As2S3
Arsentrisulfit als Mineral Auripigment genannt.

Bleigelb
http://de.wikipedia.org/wiki/Bleigelb
2PbCO3.Pb(OH)2
wird aus Bleiweiß hergestellt ... das Pulver ist Bleiweiß dessen Rauch gelblich-giftig ist und daraus die gelbe Farbe, bei höheren Temperaturen wird es Bleirot. Die Bleipigmente wurden im laufe der Geschichte oft eingesetzt.

Antimongelb
http://de.wikipedia.org/wiki/Antimongelb
Pb3(SbO4)2
Ähnlich wie Siena, Umbra und Ocker erweitert Neapelgelb als Tertiärfarbe die Palette der Kunstmaler in Richtung Erdfarben.

Chromgelb
http://de.wikipedia.org/wiki/Chromgelb
PbCrO4 1797 – 1818
Bleichromat

Kadmiumgelb
http://de.wikipedia.org/wiki/Cadmiumgelb
CdS 1829 - 1846

Zinkgelb
http://de.wikipedia.org/wiki/Zinkgelb
Zinkchromat ZnCO4 1809 – 1850
Und Zinkweiß
http://de.wikipedia.org/wiki/Zinkoxid




Grüne Farben

Malachitgrün
aus Kupferhältigem Gestein
http://de.wikipedia.org/wiki/Malachitgrün
Cu(CH3COO)2CuO6H2O

Grüne Erde
http://de.wikipedia.org/wiki/Grünerde

Scheelsches Grün
http://de.wikipedia.org/wiki/Scheelesches_Grün
CuHa5O3 1775 – 1778
s.a http://de.wikipedia.org/wiki/Schweinfurter_Grün

Kobaltgrün
http://de.wikipedia.org/wiki/Kobaltgrün
CoO+ZnO 1780 – 1835

Chromgrün
anhydrid
http://de.wikipedia.org/wiki/Chromgrün
Cr2O3 1809

Wir hatten Farben aus Mineralien, und solche mit biologischem Ursprung. Farben die durch Erhitzung von Mineralien entstehen. Und Farben die auf der Basis von chem. Elementen entstehen z.B. Kobalt Arsen etc.
Die natürlichen Erden können auf allen Materialien mit allen Technken verwendet werden. Die bleihältigen Farben (Gelb) mit Kupfer gemischt ist eine Katstrophe im Sinne das alle Farben aus die Mineralfarben nur mit ähnlichen Farben gemischt werden können. Wenn sie auf eine Rote Schicht eine Grüne Schicht auftragen mussten wurde gewartet bis die erste Schicht vollkommen trocken war und dann wurde eine Trennschicht aufgetragen damit sich beide Schichten nicht vermischen.
z.B. Bleiweiß mit Malachitgrün


Diashow
- Canyon bei Roussillon Vaucluse / Avignon – Aix in Provence
Ockerfarbenvorkommen! Ca. 20 km langer Canyon
In Verona ist ein kl. Unternehmen welches Mineralfarben noch handwerklich prod.
- Kalköfen aus dem 17. Jhdt. wurde aus Flusssteinen gebrannt
- antike Wandmalerei Freskotechnik ist nicht voll definiert
- semitsche Wandmalerei in Fresko
er hat eine für kermaiker typ. Farbmisch verw. Ocker u. grüne Erde
- tuffplatte graf. Sehr einfach – metapfh. Eintaucher springt vom Felsen ins

Wasser mit Bäume am Ufer und Rahmen mit Eckornament Deckel eines Sarkophag
- Reiter auf schwarzem Pferd
- nahaufnahme roter Krieger voretruskisch unterhalb roma süditlaien vor griech. Besiedelung
- wandbild
- schichtdicke der platte tuff mit putzschicht darauf
- tempelarchitektur
- marmorino wand
- detail der aufgemalten figur / carbonatowei0 ockerrot schwarz
- detail füsse weiß gehöht
- Pompeji – rotes Zinnober/Mennige ? an den Wänden mit Leimbindemittel

strietig ist ob mit Wachsschicht geschützt
- Detail
- Ornamentdetail
- Detail der Zinnoberfläche
- Madonna m. Kind frühchr. lombardisch 9-10 Jhdt. Ocker gelb u. schwarz Erdfarben
- zwei Figurengesicher aus dem 15 Jhdt. Ockerrot u. schwarz
- Frauengesicht detail lks
- det. Rtc auf kalkunterputz
- lombardisch Frau in Archtekturnische schwrz ockergelb – rot
- detail duochromatisch kein blau - rot
- Detail Frau detto
- Detail daraus der Hand
- rel. Zug in Stadt Fresko aus Renaissance
Himmel mit Azuritblau schwrz. Erde ocker gelb u. rot
- Tiepolo 18 Jhdt.
- Detail mit Smaltinoblau
- Detail mit Mennigerot auf trockene Freskowand aufgetragen

das Purpurrot aus Meerschnecken für die röm. Imperatoren
Alex d. Gr. hat bei der Eroberung des Perserreich viel Purpurrot in Lagern dort gefunden und später als Beute heimgeschickt

FarbNamen:

dt.: italiano franchese inglese
weisse Farben
silberweiss bianco d´argento blanc d´argent silverwhite
bleiweiss b. di piombo b. de plomb flakewhite
kremserw. b. di cerusa b. de céruse cremnitzwhite
haltbarw. b. permanente b. de zinc zinc white
veneti. w. b. di Venezia b. de Venise Venise white
Chin. w. b. di China b. de Chine Chinese w.

gelb u. braune Farben
lichter Ocker ocra gialla chiara ocre jaune claire yellow ochre li
mittelocker o. g. media o. j. moyenne y. o. medium
goldocker o. g. dorata o. j. d´or y. o. gold
dunkelocker o. g. scura o. j. foncée y. o. deep
braunocker o. g. bruna o. j. brune y. o. brown
gebrannter Ocker o. color carne o. couleur chair y. o. burnt
Siena Terra di Siena nat. Terre de Sienne naturelle raw siena
gebr. Siena T. d. S. bruciata T. d. S. brùlée Burnt Siena
Umbra Terra d´ombra naturale Terre d´ombre nat. raw umbra
gebr. Umbra T. verde bruciata T. verte brúlée Burnt terre Verte
Kasseler Br. T. di Cassel T. de Cassel Cassel Earth
ungebr. ital. Erde T. d´Italia nat. T. d´Italie natur. Italian Earth raw
gebr. ital. Erde T. d´I. bruciatat T. d´I. brúlée I. E. burnt
Eisengelb Giallo di Marte Jaune de Mars Iron Yellow
Caput Mortum Caput Mortum Caput Mortum Caput Mortum
Sepia Sepia Sépia Sepia
gefärbte Sepia S. colorata S. colorée warm Sepia
römi. S. S. romana S. de Rome Roman S.

rote Farben
Karmin Carminio Carmin Carmin
roter Lack Lacca caminata Laque carminée Crimson Lake
Krapplack L. di garanza rosa L. de garance rose Rosa Madder
Purpurlack L. porpora L. poupre Purple Lake
Scharlachlack L. scarlatta L. écarlate Scarlet Lake
Englischrot Rosso inglese Rouge anglais Light Red (Colcotar)
Wiener Rot R. di Vienna R. de Vienne Vienna Red
Eisenrot Rosso di Marte R. de mars Iron Red
Neapelrot R. di Napoli R. de Naples Naples Red
Venezianisch Rot R. di Venezia R. de Venise Venetian Red
Minium/Mennige Minio Sel de Saturne Red Lead
Chromrot Rosso cromo Rouge de chrome Chrome Red
Pompejanisch Rot R. pompeano R. de Pompei Pompeian Red

schwarze Farben
Grafit Grafte Graphite Black Lead
Grau Grigio Gris Grey
Tinte Tinta nat. Teinte nat. Tint raw
Elfenbeinschwarz T. nero avorio Noir d´ivoire Ivory Black

Link zur TU Wien Denkmalpflege / Pigmente

http://scienceblog.at/kunst-oder-chemie-–-zur-farbästhetik-alter-malereien#.VF5a_37GKrU